Reisen zu den Bergen, Landschaften und Menschen.
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Joachim Reuter  
Meine Reiseerzählungen



Inseln mit solch prächtigen Ausblicken hatten wir nicht erwartet. Oft gelang es uns, den grossen Touristenströmen zu entgehen. Und so hatten wir wunderschöne Tage. Sechs Tage verbrachten wir auf Teneriffa, fünf auf La Palma, die wir jedoch als die wildere und grünere Insel ansahen. Daneben ist La Palma nicht so vom Touristenstrom überschwemmt.

Im Jahr 2005 flogen wir Anfang November nochmals nach Teneriffa. Wir wohnten ein paar Kilometer ausserhalb von Puerto Cruz in einer kleinen Anlage in Santa Ursula. Die meiste Zeit verbrachten wir im Nordteil der Insel. Am ersten Tag fuhren wir gleich hinauf zum Theide. Unten war es bewölkt, oben herrlicher Sonnenschein. Tags darauf wollten wir uns einmal die Touristen- hochburgen antun. Selbst Los Gigantes war schon schrecklich zubetoniert. Aber es sollte noch besser kommen. In Playa de las Americas sind die Ferienwohnungen für "Teilzeitauswanderer" schon nahezu komplett die Berghänge hinaufgebaut, jede mit Mehrblick, wenn man so weit sehen kann. Eine gigantische Ferienmaschinerie. Ein Glück für uns, dass wir im Norden wohnten.

Einsam ist es im Anaga-Gebirge. Wir parkten in Chamoga und wanderten 45 Minuten hinauf zum Aussichtsberg. Später waren wir noch am Punta del Hildalgo. Immer wieder ein paar Orte, die wir noch nicht gesehen hatten. Hier ist fast die ganze Küste ein zusammenhängendes Dorf.

Am Sandstrand bei Santa Cruz waren wir schwimmen. So eine wunderschöne Ecke vermutet man gar nicht so nahe der Hauptstadt. Aber ich denke, hier waren an diesem Tag unter der Woche bestimmt die Hälfte Einheimische.


Die wilde Gegend um Benijo besuchten wir noch einmal, hatten Mittag im Restaurant. Das war wirklich gut. Einen Spaziergang unternahmen wir den neu angelegten Weg entlang bis zu den letzten Häusern und natürlich die Stufen hinab zum Strand. Das Meer war so wild diesmal und nicht zum baden geeignet.


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Teneriffa und La Palma

Im April 2000 besuchten wir die kanarischen Inseln. Ich wollte schon immer einmal dahin, aber nicht mit einer Reisegesellschaft unbedingt. Nun waren wir ja zu zweit, nur eine winzige Reisegesellschaft - die Renate und ich.


Anaga-Gebirge - Tagana

Wir hatten die zwei Hotels auf Teneriffa und La Palma gebucht und ein kleines Auto gemietet. Der Rest blieb uns überlassen. Mit Landkarte, Reiseführer und Wanderbuch ausgestattet suchten wir unsere eigenen Wege. Dabei zeigten sich die herrlichsten Ausblicke und wenn wir etwas abseits unterwegs waren, entdeckten wir die schönsten Landschaften, wie wir es nie erwartet hatten.


Anaga-Gebirge

Auf der spektakulären Straße im Norden von Teneriffa über die Anaga-Berge fahren nicht viele Touristen. Und an deren Ende gelangten wir zum Strand von Benijo. Eigentlich sollte ich das nicht bekannt geben. Die Ecke dieser Insel ist sagenhaft schön und wild zugleich.


Strand bei Benijo

Gewandert sind wir von Benijo nach El Draquillo. Der Weg hinunter zum Meer und am Meer zurück war uns zu undurchsichtig, auch wegen der hohen Wellen. So gingen wir den gleichen Weg zurück und badeten noch etwas im Meer bei Benijo, soweit es die Wellen zuließen.


Vom Höhenweg bei Benijo

Masca ist einer der bekanntesten Orte und jeder Reisebus hält dort. Aber man braucht sich nur 100 Meter vom Ort zu entfernen (das gilt auch für eine kleine Kneipe) und sieht nicht mehr viele Menschen.


Masca

Alle fahren hinauf zum Theide. Den "Finger Gottes" schauen alle an. Direkt neben dem Felssporn gibt es einen großen Parkplatz. Um diese Felsengruppe führt ein eineinhalb-stündigen Wanderweg. Und da sehen wir schon kaum mehr jemanden.


Ein kurzer Flug brachte uns nach La Palma. Wir fuhren um die Südspitze, mühten unser Auto hinab zum Leuchtturm und fanden an der schwarzen Bucht eine Ecke mit einem ganz einfachen Restaurant. Aber nur die Austattung war einfach, der Fisch schmeckte hervorragend. Ein Reisebus kommt nicht hierher.


Caldera de Taburiente

So erging es uns oft: Es gibt die schönsten ruhigen Plätze, nur ein wenig abseits von den Routen der Reisebusse. So hielten wir am letzten Tag in La Palma unsere Mittagessen im Ort Villa de Mazo ein Stück oberhalb vom Flugplatz. Da gibt es ein kleines Restaurant "Las Toscas". Zur Mittagszweit waren hier kaum Gäste und man bemühte sich besonders um uns. Ein gelungener, würdiger Abschluß dieser zwei Wochen. Wir hatten eine der bekanntesten Urlaubsinsel Europas besucht und ganz leicht unsere individuellen Wege gefunden.


Vom Mirador de los Andenes


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