35 Jahre sind vergangen seit
meiner ersten Bergtour. Es ist so viel geschehen. Veränderungen aussen und in mir.
Während ich meine Reiseerinnerungen
zusammenstellte, habe ich immer mehr Aufzeichnungen gefunden. Nach
und nach erst wurde mir bewußt, wieviel ich bisher erlebt habe.
Es fing an mit einer Durchquerung im
Zillertal im Sommer, später die erste Skitour in den Loferer
Bergen, der Kilimanjaro, die Haute Route, der Mont Blanc, der
Nevado Copa - 6188 m.
Nicht lange war ich von einer Bergtour zu
Hause und es ergriff mich Unrast. Manchmal fragte ich mich nach
dem Grund dieser inneren Unruhe, dieser Suche nach dem wohin, dem
"dort kann ich bleiben, ich bin da". Dieser Suche nach einem zu
Hause, das weit weg war in den Bergen. Und dort auch nur für eine
kurze Zeit. Auf einem prachtvollen Weg, einem Gipfel, wo man steht
und nur schaut - über die Welt schaut. Da war ich für kurze Zeit zu
Hause, dort wo ich sein wollte. Ich kenne alle Augenblicke wo ich
es war. Ich konnte nie da bleiben. Und selbst wenn ich da bliebe,
wäre es nicht immer wie in diesen kurzen Momenten.
Die Augenblicke, wo ich in den Bergen zu
Hause war?
Der Anstieg zum Habicht, als wir aus dem Wolkenmeer in eine
strahlende Landschaft traten. In der Bernina die Überschreitung der
Bellavista-Gipfel. Der Sonnenaufgang am Gillman's Point. Der Weg
hinauf zur Augstenspitze über den oberen Schalausferner, dem
sanften Stück vor der Scharte, dem "Tal des Schweigens". Der
Sonnenuntergang bei Tengpoche, dem schönsten Ort. Der Sonnenaufgang
am Ulrichshorn oberhalb der Mischabel-Hütte. Das letzte Stück den
Piz Palü hinauf, mitten im Himmel. Der erste Blick auf den Ama
Dablam.
All das wäre nicht so wertvoll ohne die
Freunde. Die Freunde aus der Gegend um Weißenhorn und der
heimischen Skiabteilung. Als jedoch Ralf in einer Lawine sein Leben
verlor und seine Freundin und ich einen Meter neben dem Abbruch
standen, veränderte sich alles. Die Berge sah ich nur noch wie auf
Postkarten. Erst nach einigen Jahren fand ich wieder Freude an
Skitouren, aber es war nie mehr wie zuvor. Reisen begannen, nachdem mir in Neuseeland das Meer so sehr gefiel, nach Hawaii und anderen Zielen, die sich mit dem Meer verbanden.
Auf einmal fand ich mein damals weit
entfernt vermutetes "zu Hause" gar nicht so weit entfernt: Die
Renate lernte ich auf einer Reise nach China kennen. Und so kam ich
schließlich zu meinem zu Hause in der Pfalz.
Gar nicht mehr so weit entfernt.
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Wenn Du vollkommen still wirst, hörst Du alles!
-Zen Spruch-
So nach und nach lagen unsere Reiseziele ab Hawaii 2004 nicht mehr so weit entfernt, da wir nicht mehr 15, 20 oder mehr Stunden im Flugzeug sitzen wollten.
NEU:
Wir sind jedoch viel mit dem Fahrrad unterwegs. Und davon möchte ich so nach und nach auf dieser Internet-Seite berichten. Dies ist oben in der Navigation mit dem Button "Fahrradtouren" zu finden.
Eine Skiwoche in Val Thorens, Januar 2012
Nach 11 Jahren gelang es noch einmal mit den Hanauer Freunden nach Val Thorens zu fahren. 6 Tage Skipass, nirgendwo auch nur eine Wolke am Himmel! Morgens -10, -15 Grand. Um die Mittagszeit konnte man auch auf 3000 Meter Höhe im Freien sitzen. Unfaßbar das alles!.
Val Thorens mit dem Mont Blanc
Meistens war Piste angesagt, jedoch fuhren Fred und ich oft genug außerhalb im Gelände. Obwohl nur noch wenig Pulverschnee zu finden war, schwebten wir ab und zu in den Wolken (auch wenn keine zu sehen waren). Wir konnten Skifahren wie in alten Zeiten! Wir konnten es noch. Und das war eine Riesenfreude!
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